Streuobstverbund Obervellmar und Frommershausen
Ziel des Projektes: Durch Instandsetzung von Streuobstbeständen soll ein Biotopverbund im Projektgebiet der Stadt Vellmar aufgebaut werden. Vorhandene Strukturen sollen so über drei Jahre wieder in einen guten Zustand versetzt und in ihrer Langlebigkeit gefördert werden. Es werden Lebensräume und Nahrungsquellen für die Zielarten Gartenrotschwanz, Raubwürger und geschaffen. Ziel ist es, Strukturvielfalt zu erhalten und Streuobststrukturen langfristig zu erhalten.
Laufzeit: 2024 - 2027
Maßnahmen:
- Instandsetzung von rund 283 Obstbäumen über 3 Jahre (der Instandsetzungsschnitt wird über mehrere Jahre gestaffelt, um den jährlichen Eingriff pro Baum zu minimieren und eine maßvolle Reaktion des Baumes auf den Schnitt zu erreichen)
- Nachpflanzung von einigen Obstbäumen mit Weidetierschutz zur Verjüngung in bestehende Streuobstbestände
- Öffentlichkeitsarbeit durch Presse und Infoschilder
Entstehung des Projektes:
- 2023: Entstanden ist das Projekt auf Initiative des LPVs und der Stadt Vellmar. Über ein ähnliches Streuobstprojekt in den Nachbargemeinden Espenau und Immenhausen ergab sich eine Zusammenarbeit mit der Stadt Vellmar, sodass nun in drei Nachbarkommunen Streuobst in größerem Stil instandgesetzt und ein dauerhafter Biotopverbund geschaffen wird.
- 2024: Der LPV erfasst die Streuobstbestände in Vellmar und erarbeitet den Projektantrag. Bei den kartierten Flächen handelt es sich primär um Flächen in kommunalem Eigentum. Der Antrag wird bewilligt und das Projekt startet im Oktober des Jahres. Erste Schnittmaßnahmen sowie die Nachpflanzungen werden direkt umgesetzt.
- 2025: Alle ersten Instandsetzungsschnitte werden abgeschlossen. Weiterhin erweitert sich im Rahmen eines Änderungsantrages das Projektgebiet um die Gemarkung Niedervellmar. Weitere 28 Obstbäume werden in das Projekt mit aufgenommen sowie 20 Nachpflanzungen in einem Altbestand mit Kirschen. Zusätzlich wird eine verbuschte Streuobstfläche freigestellt. Zur Information der Öffentlichkeit über das Projekt werden von der Kunsthochschule Kassel designte Schautafeln an mehreren Streuobststrukturen aufgestellt. Weiterhin wurden die Kartierdaten aus dem Projekt der Gemeinde zur Verfügung gestellt, sodass diese ihre Obstbaumverpachtung größer aufziehen konnte.
- 2026: Der zweite Instandsetzungsschnitt wird abgeschlossen. Auf einer Streuobstwiese wird ein Altbaum, der droht auseinanderzubrechen mit einer statischen Sicherung versehen. Für die freigestellt Fläche konnte ein Instandsetzungsschnitt der Obstbäume mit in das Projekt aufgenommen werden. Weiterhin findet eine Exkursion im Rahmen des deutschen Landschaftspflegetages statt, welche das GAK-Projekt vorstellt.
Sehen Sie hier Impressionen aus der Umsetzung...
Fördergeldgeber
Das Projekt wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK, Link zur GAK-Webseite) durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie das Land Hessen finanziert.